Baucamp 2010 | Sanierung 2012 | Sanierung 2013 | Laufende Sanierungen
Die Schäden am Dach der Kirche in Gutendorf wurden wohl behoben, doch noch sind die Schäden an der Mauerschwelle nicht behoben werden. Hierfür wird zur Zeit eine Sanierung vorbereitet.
Der Bauausschuss des Kirchenkreises hat die Fördermittel für die Sanierung des kleinen Tores zum Pfarrhof Klettbach im Februar 2026 genehmigt. Die Arbeiten werden nun zeitnah erfolgen.
Ebenfalls finden zur Zeit Arbeiten am Dach der Kirche zu Obernissa durch Dachdeckermeister Udo Bendisch statt.
Das Geläut an der Kirche Meckfeld muss saniert werden, auch hier wird um Unterstützung gebeten.
Abgeschlossene Sanierungen 2021-2025
Mit Hilfe des Thüringer Dorfkirchenprogramms, der Denkmalpflege (20.000 €), Städtebauförderung (87.000 €) in Kooperation mit der Kommune Bad Berka [15.000 €) und großzügiger Unterstützung der Landeskirche und vieler Spender konnte die Kirche in Meckfeld 2021-2024 statisch gesichert und neu eingedeckt werden. Zugleich wurde der Emporenaufgang, Wetterfahne, Turmhaube und Turmuhr restauriert.
Die Ausgaben beliefen sich auf insgesamt 245.398,94 €.
Die Bauplanung und Leitung hatten Trabert+Partner Ingenieurbüro. Die Bauwerkssicherung und Steinrestauration lag in den Händen von Bennert (Klettbach) unter der Leitung von Marcel Riedel von Pfeiffer BAU GmbH Berlstedt wurden die Holz und Dachdeckerarbeiten vorzüglich beendet. Unterstützung gab es u.a. von Mountec (Gebesee) und von Gerüstbau Hohl (Gotha).
Da die Kosten in den Jahren außergewöhnlich stiegen, musste die Kirchgemeinde einen Kredit über 10.000 € aufnehmen, um alle Rechnungen zu begleichen. Dieser muss bis 2029 abgezahlt werden.
Im Turm der Kirche zu Schellroda fehlte seit dem Krieg eine Glocke. Über Jahre wurden für einen Neuguss Spenden gesammelt und als 19.000 € zusammengekommen waren, wurde beschlossen, den Glockenturm zu vervollständigen. Dafür musste zuerst die Glockenstube saniert werden (neue Schallluken und Sanierung der Steingewände) (Kosten 5.143,20 €). Für den Guss der Friedensglocke, Glockenzier, Transport, Aufhängung und Läutemaschine mussten 29.157,90 € aufgebracht werden. Den Großteil der Kosten hatten Spender übernommen, die Thüringer Staatskanzlei unterstütze mit 5.000 € aus Lottomitteln und die Kommune Klettbach übernahm den verbliebenen Fehlbetrag in Höhe von 558,15 €.


2024 wurde dann noch die untere Turmstube nahezu vollständig in Eigenleistung saniert. Sie Fand inzwischen vielfältige Verwendung – Umkleideraum für Musiker, Küche bei Gemeindefesten…
Die Sanierung der Mauer am Friedhof Rohda wurde abgeschlossen. Dank der Initiative von Joachim Grüner wurde die Mauer dem Ortsbild entsprechend, aber nun besser gegründet, neu errichtet.
Die Kirmesgesellschaft Rohda hatte die Sanierung des Zifferblatts der Turmuhr über dem Kircheneingang übernommen. So ist die Uhr wieder weithin sichtbar.
In Obernissa mussten die Zifferblätter der Turmuhr ebenfalls erneuert werden. Hier hat die Kommune sich an den Kosten beteiligt.
Die Gutendorfer Rentnerbrigade hat mit großem Einsatz Kirchhof und vor allem den Gedenkstein der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu saniert.
U.a. die beiden Türen der Kirche zu Hayn hat Harry Schellhorn 2025 saniert.
Herzlichen Dank allen Helfern und Unterstützern!
Restaurierung des Altares in der Kirche Klettbach
von Kerstin Nitzsche, Dipl. Restauratorin www.restaurator-thueringen.de
Vor Beginn der Restaurierungsarbeiten wurde der Altar auf seine erste, historische Farbigkeit, welche vermutlich aus der Zeit um 1690 stammt, untersucht. Die Probefreilegungen zeigten eine sehr farbige, erste Bemalung. Diese Bemalung, typisch für die Zeit des Frühbarock und in ähnlicher Art auch im Umkreis von Erfurt zu finden (z. Bsp. Altar Töttleben) ist für die heutige Zeit gewöhnungsbedürftig, zeigt aber dass die Kircheneinbauten prächtig gestaltet waren. Es war nicht nur der Altar so intensiv bemalt, sondern auch die Decke und sicher auch die Wände sowie andere Einbaute. Am Altar versuchte man Marmor zu imitieren, welchen man sich nicht leisten konnte, auch die heute verwendete Blattgoldauflage war ursprünglich Goldbronze.Im späteren Barock um 1725 und um 1901 wurde der Altar hell gestrichen und bekam goldenen Absetzungen mit Blattgold.



Bei den Restaurierungsarbeiten wurden die beiden letzten Anstriche weitestgehend entfernt, damit die geschnitzten Formen wieder deutlicher hervortreten. Danach wurde das Schnitzwerk gekittet, defekte Stellen geleimt, geschliffen und mindestens zwei – drei Anstriche in den Farben der originalen Bemalung aufgetragen. Der letzte Anstrich wurde poliert. Die Figuren wurden mit Skalpell Schicht um Schicht freigelegt und ausretuschiert, dabei kam die sehr helle Inkarnatfarbe (Haut) und die roten Bäckchen zum Vorschein. Die Marmorierung wurde teilweise freigelegt und dann rekonstruiert. Bei den Vorgesprächen zur Restaurierung wurde festgelegt, keine Goldbronze mehr zu verwenden, da diese im laufe der Jahre stumpf wird und vielleicht oxidiert. Es wurde Blattgold von 23,5 Karat aufgelegt, welches seinen Glanz die nächsten Jahrzehnte beibehält. (2013)
Die Klettbacher Kirche präsentiert sich im neuen Gewand
Einen weiteren Schritt ist die Sanierung der Klettbacher Kirche vorangekommen. Im Jahr 2008 wurde der Turm mit Turmuhr und Glocken repariert, im Jahr 2009 konnte die Innensanierung vorangebracht werden.
Nun ist der Altar an der Reihe. Der ursprünglich farbenprächtige barocke Kanzelaltar hatte im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Anstriche bekommen und war seit dem letzten Anstrich 1901 zusehends ergraut. Die Farben bröckelten, die Formen waren nur noch schwer zu erkennen.
Nun konnten die Restmittel aus der Aktion „Aus 2 mach 3“ der Stiftung KiBa sowie weitere Fördermittel der Landeskirche und der Vereinigten Kirchen- undKlosterkammer eingesetzt werden, um mit der Altarsanierung zu beginnen. Der Altar soll dabei seinen barocken Farb- und Formenreichtum zurückgewinnen. Im Sommer wurden nun die ersten Flächen und Verzierungen restauriert. Ein großer Teil der Schmuckelemente und Figuren wurde abgenommen und wartet nun in der Werkstatt der Restauratorin darauf, denkmalgerecht erneuert zu werden. Aber bereits jetzt schon bekommt man eine Ahnung davon, wie der Altar einmal aussehen kann. (2012)
Danke dem Baucamp
Mit der Innensanierung in Klettbach sind wir im Sommer ein gutes Stück weiter gekommen. Wir sind sehr dankbar für die 11 Helfer des Baucamps, die uns zwei Wochen lang so eifrig unterstützt haben.
Sie kamen aus Deutschland, China, Russland, Bulgarien, Georgien und Italien – eine bunt gemischte Truppe aus Leuten zwischen 20 und 27 Jahren, die keine Arbeit und keinen Schmutz scheuten: Holzdecken und Bänke abschleifen, Wände verputzen und abwaschen und vor allem: streichen, streichen, streichen.
Nun erstrahlt die ganze Klettbacher Kirche in neuem Glanz.
Herzlichen Dank Ihnen allen!
(Sommer 2010)