Christus ist mein Leben

Monatsspruch für den September 2020

Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat, indem er ihnen ihre Verfehlungen nicht anrechnete und unter uns das Wort von der Versöhnung aufgerichtet hat. 2. Korinther 5,19 

 

Liebe Mitchristen,
manche sagen: „Gott brauche ich nicht. Ich habe mich nicht mit Gott gestritten. Ich muss mich deshalb auch nicht mit ihm versöhnen. Mein Leben funktioniert auch ohne Gott gut.“ Ich kann das nicht sagen. Ich brauche Gott und seine Liebe täglich. Die meisten Menschen wollen gut sein. Aber zur Wirklichkeit gehören auch Egoismus, Rechthaberei, Sucht und Geiz. Da ist ein Seitensprung oder nur die halbe Wahrheit, der Betrugsversuch und die Verleumdung. Dies alles zerstört Vertrauen, beschädigt menschliche Beziehungen. Gott liebt uns. Er will nicht getrennt sein von uns. Die Brücke Gottes zu allen Menschen ist Jesus. Gott wurde Mensch und erleidet Schicksal, Tragik, Schmerz und Tod. Doch das ist nicht das Ende, sondern der Anfang einer neuen Schöpfung. Am Ende siegt die Liebe. Gott überwindet alles Lebensfeindliche. Jesus lebt und mit ihm auch wir.

Als Jesus verhaftet wurde, wollte Petrus nahe bei ihm sein und doch verleugnete er ihn dann dreimal. Als Petrus dem auferstandene Jesus begegnete, erwartet Jesus keine Erklärung, kein Sündenbekenntnis, keine Bitte um Verzeihung. Er fragte ihn dreimal: „Hast du mich lieb?“ Mehr nicht. Er berührte damit die Sehnsucht, die Petrus sprachlos machte. Jesus aber geht es um die Wiederherstellung oder Vergewisserung einer Beziehung. Es geht nicht um das Wegnehmen einer einzelnen Tat, sondern um die Annahme eines Menschen, der versagt hat und erkennt, dass er sich mit seinem Herzen immer wieder von Gott abkehrt, dass er sein Vertrauen eher auf sich selbst setzt als auf Gott. Kann ich mein Leben selbst meistern und alles zum Guten wenden? Wenn ich meine, nur dort, wo das Leben nicht gelingen will, sollte Gott mir zur Hilfe kommen, werde ich ihn verpassen. Er ist das Leben. In Jesus Christus ist Gott mir näher als ich mir selbst sein kann. Lasse ich das zu? In der Nähe und unter der Gegenwart Gottes zu leben, ist etwas ganz Neues. Es gibt nichts Unmögliches mehr, weil es für Gott nichts Unmögliches gibt. Keine Macht kann uns anrühren ohne Gottes Willen. Ja im Leiden ist unsere Freude, im Sterben unser Leben verborgen, solange wir in der Gemeinschaft Jesu Christi sind, die uns trägt. Zu all dem hat Gott in Jesus Ja und Amen gesagt. Dieses Ja und Amen ist der feste Boden, auf dem wir stehen können. Ohne unser Mittun beendete Gott in Jesus Christus unsere Feindschaft. Er versöhnte uns mit sich. Wer Jesus vertraut und vor ihm wahrhaftig ist, erlebt Vergebung seiner Schuld und erfreut sich der treuen Nähe Gottes. Jesus ist die Brücke, die Versöhnung, zwischen Gott, dir und mir. Gott selbst hat dafür gesorgt, dass kein Mensch auf Abstand zu ihm zu leben muss. Nimm seine Versöhnung an! Sei in Jesus Christus seine Tochter, sein Sohn. Ein besseres Angebot gibt es nicht.